Von Hackern umzingelt

BU. Foto: Morsch

2011 galt Heidi Klum laut der Firma McAfee als die gefährlichste Frau im Internet. Foto: Morsch

Heidi Klum: “Die gefährlichste Frau der Welt.”
Im Schnitt taucht alle zwei Sekunden ein neues Schadprogramm im World-Wide-Web auf. Und die Methoden der Hacker sind raffiniert: „Unbemerkte Screenshots, die Überwachung der Webcam und Mikrofon-Mitschnitte, alles ist möglich“, warnt BSI-Experte Markus Blasl. Selbst Programme, die fremde Server und Webseiten mit mehreren Millionen Anfragen pro Minute bombardieren und damit außer Gefecht setzen, werden in dubiosen Internetforen zum Kauf angeboten. Kostenpunkt: 300 bis 3000 Euro, Support inklusive. „Das ist wie im realen Leben. Drogen und Waffen kann ich auch kaufen, wenn ich weiß, wo ich diese Sachen bekomme“, sagt Tim Griese, Sprecher des BSI, „und so ist es im Netz auch.“

Auch privaten Internet-Nutzern empfehlen die Experten vom BSI deshalb, Wert auf bestmögliche Prävention zu legen. Dazu gehört beispielsweise, kein Administrator-Konto zu verwenden, weil Schadsoftware ansonsten unbegrenzten Zugang zu den Computerdaten hätte. BSI-Sprecher Griese rät außerdem zum Nachdenken: „Bevor ich unbekannte Links oder Mails mit Dateianhängen öffne, sollte ich einfach kurz innehalten und darüber nachdenken, ob ich die Adresse oder den Absender der E-Mail überhaupt kenne.“ Oft jedoch kommt genau das zu kurz, weil die Hacker wissen, auf welche Links Nutzer klicken und entsprechende Tricks anwenden, um die Kontrolle über fremde Rechner zu erlangen. So verweist zum Beispiel jeder zehnte Spam-Link, der im Internet kursiert, auf ein Bild von Heidi Klum. Klickt man auf den Link, dann steckt dahinter kein Bild, sondern ein Programm. „Heidi Klum“, so Stefan Ritter, „war sozusagen eine Zeit lang die gefährlichste Frau der Welt.“ So groß die Verführungskraft von Heidi Klum auch sein mag: Die Experten im Bonner Bundesamt müssen mit ganz anderen Herausforderungen fertig werden.

Die größten Hackerangriffe der letzten Jahre

 

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Kommentare (2)

  1. harald wetzel

    Sehr geehrte Damen und Herren, Köln, 26.2.14
    mit Windows XP und Avira Internet Security habe ich bisher problemlos die Internet – Arbeiten durchgeführt. Da die Laufzeit von XP endet, wurde mir geraten, auf Windows 8 umzusteigen (aber dann müßte ich vermutlich den Arbeitsspeicher um 2 MByte erweitern), und mir wurde geraten, statt mit Internet Explorer mit Firefox ins Internet zu gehen. Frage: Gibt es eine Möglichkeit, bei Windows XP zu bleiben und wie lange noch? Wird XP noch bis 2015 gewartet?
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir raten und helfen könnten. Als Senior (86 J)
    hat man doch einige Probleme.
    Mit freunlichem Gruß , Harald Wetzel

    1. Raphael Moritz

      Sehr geehrter Herr Wetzel,
      ab nächstem Monat wird der Support für Windows XP eingestellt. Das bedeutet, dass Microsoft keine Aktualisierungen (z.B. Sicherheits-Updates) mehr für Windows XP veröffentlicht. Sie können Windows XP weiterhin nutzen. Allerdings ist ihr PC unter Umständen nicht mehr sicher vor Angriffen aus dem Internet. Weitere Informationen erhalten Sie beim Hersteller: http://www.microsoft.com/de-de/windows/xp/default.aspx?CR_CC=200366447
      Wie sieht es denn mit Windows 7 aus? Je nach Computerleistung funktioniert es auf ihrem PC vielleicht noch. Sie bräuchten dafür mindestens einen 1-GHz-Prozessor und 1 GB RAM. Windows 8 benötigt deutlich mehr Computerleistung und ist durch eine neue Oberfläche gewöhnungsbedürftig. Sie könnten es daher mit Windows 7 versuchen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Raphael Moritz & die rheinvernetzt.de-Redaktion

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